Informationen zum Projekt "Ofen 8"

Die Märker-Gruppe plant den Neubau der Ofenlinie im Zementwerk Harburg. Während der gesamten Dauer des Projekts "Ofen 8"  setzt die Märker-Gruppe auf 100-prozentige Transparenz und möchte mit allen interessierten Parteien in einen vertrauensvollen Dialog treten. Jederzeit können Interessierte sich umfassend über die geplanten Modernisierungsmaßnahmen im Besucherzentrum auf dem Werksgelände in Harburg sowie unter www.maerker-gruppe.de informieren. Darüber hinaus steht die Geschäftsführung für Fragen zum Projekt Ofen 8 persönlich zur Verfügung.



Das Familienunternehmen investiert in den Neubau des Zementofens und eine zukunftsweisende Abgasreinigungstechnik. Die Inbetriebnahme des neuen Ofen 8 ist für 2022 geplant. 


Nachdem die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn Ende Juli vom Landratsamt Donau-Ries erteilt worden ist, vollzog die Märker-Geschäftsführung gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Donau-Ries Stefan Rößle und dem 2. Bürgermeister der Stadt Harburg Werner Heller am Donnerstag, den 6. August 2020 den symbolischen ersten Spatenstich zu den Gründungsarbeiten und dem Betonhochbau. Dabei handelt es sich unter anderem um das Setzen von 200 circa 20 Meter langen Bohrpfählen zur Befestigung des Untergrunds.

Der Neubau des Ofens 8 soll die ca. 50 Jahre alte bestehende Ofenanlage ersetzen. Sie wurde durch permanente Instandhaltung und Investitionen immer auf einem sehr guten Niveau gehalten. Mit dem Ofen 8 auf dem neuesten Stand der Technik wird über die gesetzlichen Anforderungen allerdings noch hinausgegangen. Die Produktionskapazität ändert sich durch den neuen Ofen nicht. Ziel ist somit - neben der Sicherung des Standorts Harburg - vor allem die Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes. Mit dem neuen Ofen werden bei gleichbleibender Produktionsmenge die Klimabilanz des Werkes verbessert sowie wertvolle Ressourcen geschont. Der moderne Ofen weist einen deutlich geringeren Brennstoffenergiebedarf auf, der brennstoffbedingte CO2-Ausstoß kann um etwa ein Viertel, circa 60.000 Tonnen, reduziert werden. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Ausstoß der Ölheizung von 15.000 Privathaushalten.

Abgasreinigung mittels SCR-Technologie (Katalysator)


Auch bei anderen Emissionen wird es deutliche Verbesserungen geben. Die Märker-Gruppe investiert in eine innovative Abgasreinigungstechnologie. Die Geschäftsführung erklärt: "Durch den Einsatz modernster Technik können wir die geltenden - sehr niedrigen - gesetzlich geforderten Grenzwerte zuverlässig noch unterschreiten“.

In der Kommunikation setzt das Unternehmen auf 100-prozentige Transparenz. Die Märker-Gruppe möchte mit allen Anspruchsgruppen und vor allem den Anwohnern über die gesamte Projektdauer hinweg in einen vertrauensvollen Dialog treten. Damit sich alle Interessierten bereits heute eine Vorstellung der Ansicht auf das Zementwerk Harburg nach Inbetriebnahme des Ofen 8 und Fertigstellung des Sichtschutzwalls machen können, hat der Nördlinger Künstler Wolfgang Balzer auf Basis der Planungsunterlagen das Aquarell „Märker 2030“ angefertigt.

Jederzeit können Interessierte sich umfassend über die geplanten Modernisierungsmaßnahmen und den Baufortschritt unter www.maerker-gruppe.de informieren. Das Besucherzentrum ist coronabedingt leider noch geschlossen, aber virtuell geöffnet.



„Märker 2030“, Aquarell von Wolfgang Balzer

Die Arbeiten sind mittlerweile weit fortgeschritten. Der neue Sichtschutzwall ist bepflanzt und wegen der günstigen Witterungsverhältnisse sind die meisten Gehölze schon gut angewachsen. Mit einem baldigen Grün ist zu rechnen.

Vom 28. – 30.7 werden die Asphaltierungsarbeiten der neuen Fahrspuren durchgeführt. Der Radweg ist an diesen Tagen natürlich davon auch beeinträchtigt. Wir können aber eine Umleitung der Radfahrer auf die gegenüberliegende Wörnitzseite vermeiden, indem wir eine kleinräumige Ausweichschleife schaffen werden. Die Baufirma ist zuversichtlich, dass bei gegenseitiger Rücksichtnahme alle Interessen gewahrt bleiben.

Es kam mehrfach die Frage auf, ob die Baggerarbeiten gegenüber der B25 auch zum Märkerprojekt gehören. Es handelt sich dabei um eine Ausgleichsmaßnahme zum Hochwasserschutz. Ein kleiner Teil der jüngsten Auffüllungen hinter dem Sichtschutzwall befindet sich  im Überschwemmungsbereich der Wörnitz. Dieses verloren gegangene Retentionsvolumen musste umfang- und funktionsgleich
ausgeglichen werden. Die Fläche wird noch begrünt um Erosion vorzubeugen.

Als weitere Ausgleichsmaßnahmen werden wir im Bereich südlicher Leitenberg noch eine Streuostwiese mit regionaltypischen Ostsorten und eine Hecke mit ca. 50 hochwertigen Strauchgehölzen pflanzen.


Die Werkszufahrt Ost  ist unerlässlich für die Baustellenlogistik Ofen 8 und wird als positiver Nebeneffekt die Verkehrssituation im Stadtbereich bei der Nettofiliale entspannen.


Die nächsten Maßnahmen werden sein:

  • Geländemodellierung mit teilweiser Geländeaufschüttung. Da das Gelände an einigen Abschnitten im Überschwemmungsgebiet liegt, wird der verlorene Retentionsraum  in der Nähe zeitgleich auf eigenem Grundstück  ausgeglichen.
  • Abbiegespur und Einfädelspur an der B25. Während dieser Bauphase wird es wahrscheinlich im Bereich der angrenzenden Spur der B25 zu Einschränkungen kommen.  Bei vorhandenen 3 Spuren kann der Verkehr aber weiter fließen.
  • Anlegung einer  temporären Parkfläche
  • Anlegung der neuen Sichtschutzbepflanzung


Es ist uns ein Anliegen, dass die Werksansicht von Osten sehr bald wieder gefällig auf die Betrachter wirkt. Deshalb waren bei der Planung neben Fachleuten für Straßenbau auch Landschaftsarchitekten beteiligt.  

Als erste Maßnahme wird in Vorbereitung zum Bau Ofen 8 im aktuellen Winterhalbjahr die bestehende Sichtschutzpflanzung zur B25 versetzt.  Die Sichtschutzhecke ist ca. 800 m lang und dient als Abgrenzung zwischen dem Märker-Werk und der nahe vorbeiführenden Bundesstraße B25 (v.a. Sichtschutzfunktion).
Da im Zusammenhang mit dem Projekt „Ofen 8“ in diesem Bereich eine neue Werkszufahrt entsteht, Parkplätze für die Zeit der Baumaßnahme benötigt werden, und ein neues Förderband geplant ist, muss die Hecke in Richtung Bundesstraße verschoben werden.

Dafür ist im ersten Schritt eine Rodung der bestehenden Heckenstrukturen notwendig.

In Vorbereitung zur Rodung wurde bereits im Jahr 2019 eine artenschutzrechtliche Stellungnahme eingeholt. Der Eingriff und die Planung  erfolgt in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde, in Form eines Freiflächengestaltungsplans mit Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung sowie einer Ausgleichsflächenplanung.
Für die Pflanzung des neuen Grünstreifens werden ausschließlich einheimische Gehölze aus regionaler Herkunft (gebietseigen) in einwandfreier Qualität verwendet und soweit möglich werden bestehende Gehölze erhalten bzw. verpflanzt.

Die Rodung wird rechtzeitig vor Beginn der Vogelbrutperiode bis zum 01. März abgeschlossen sein.

Der Termin für die Wurzelstockentfernung wird mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und erst durchgeführt, wenn mögliche Hohlräume nicht mehr als Winterhabitat für Amphibien und Reptilien dienen.

Unterlagen zum Projekt "Ofen8" - jetzt abrufbar

Am 27. November 2019 hat die Informationsveranstaltung "frühe Beteiligung der Öffentlichkeit zum Projekt Ofen 8" in der Kantine des Zement- und Kalkwerks in Harburg stattgefunden. Wer keine Zeit hatte die Veranstaltung zu besuchen kann jetzt die Präsentationsunterlagen bekommen. Die vorgenannten Unterlagem können Sie mit folgendem Link anfordern.

Märker-Gruppe investiert in die Modernisierung des Zementwerks Harburg


Die Märker-Gruppe bekennt sich zum Standort Harburg und plant die Errichtung einer innovativen Ofenlinie, die den inzwischen 50 Jahre alten Ofen ersetzen wird. 


Geschäftsführer Graf Pückler-Märker erläutert: "Mit einer modernen Ofenanlage werden wir das seit 130 Jahren bestehende Familienunternehmen sicher in die Zukunft führen und den Produktionsstandort Harburg und die davon abhängigen Arbeitsplätze langfristig erhalten."

 

Eine Steigerung der Produktionskapazität ist mit der Modernisierung des Zementwerks auf den neuesten Stand der Technik ausdrücklich nicht verbunden. 

 

Ziel ist neben der Sicherung des Standorts Harburg vor allem die Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes. Mit dem neuen Ofen wird die Klimabilanz des Werkes verbessert und wertvolle Ressourcen werden geschont. Der moderne Ofen wird deutlich weniger Brennstoffenergie benötigen als der alte und der brennstoffbedingte CO2-Ausstoß wird um etwa ein Viertel verringert. So werden jedes Jahr ca. 60.000 Tonnen CO2 weniger emittiert. Das entspricht in etwa dem jährlichen Ausstoß der Ölheizung von 15.000 Privathaushalten.

 

Auch bei anderen Emissionen wird es deutliche Verbesserungen geben. Grund dafür ist, dass Märker eine zukunftsweisende moderne Abgasreinigungstechnik einsetzen wird. Geschäftsführerin Gerlinde Geiß macht deutlich: "Modernste Technik setzt uns in die Lage, die geltenden - sehr niedrigen - Grenzwerte zuverlässig und nachhaltig zu unterschreiten. Darüber hinaus wird durch die Investition die Energieeffizienz des Werkes insgesamt deutlich gesteigert. Das allein ist unser Anliegen."


Jedoch bedingt der neue Ofen bei allen sich bietenden Vorteilen gewisse bauliche Veränderungen. Voraussetzung für die Erreichung des hohen Grades an Energieeffizienz ist ein deutlich höherer Wärmetauscherturm. Damit kann Märker Zement die beste, verfügbare Technologie zum Einsatz bringen. Das Stadtbild und insbesondere die Ansicht auf die über der Stadt thronende Harburg sind nicht beeinträchtigt.


Jederzeit können Interessierte sich umfassend über die geplanten Modernisierungsmaßnahmen im neu errichteten Besucherzentrum auf dem Werksgelände in Harburg informieren. Die Öffnungszeiten finden sich unter www.maerker-gruppe.de.